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IDAHOT 2015 – gerade in der Schweiz wichtig

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Heute findet der elfte Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie statt. Auch in der Schweiz ist und bleibt Homo- und Transphobie weiterhin ein Thema.

So müssen auch die translesbischwulen Gruppen der einzelnen Parteien von links bis rechts feststellen, dass sich LGBT in unserem Land zwar verhältnismässig wohlfühlen, der rechtliche Rahmen aber alles andere als zufriedenstellend ist. Der jährliche ILGA-Europe Rainbow Index weist für die Schweiz einen enttäuschenden Wert von 28 Prozent auf. Wir sind sogar seit letztem Jahr um vier Ränge auf den 31. Platz von insgesamt 49 im Europa-Ranking der LGBT-Rechte zurückgefallen.

Die LGBT-Vertreterinnen und -Vertreter sind fest überzeugt, dass diese Situation mit dem in der Bundesverfassung verankerten Gleichbehandlungsgrundsatz völlig unvereinbar ist. Es gilt rasch zu handeln, denn die ungenügende rechtliche Gleichstellung hat für LGBT konkrete, schmerzvolle Auswirkungen im Alltag. So können gleichgeschlechtliche Paare keine Kinder adoptieren. Die fehlende Möglichkeit der rechtlichen Anerkennung beeinträchtigt die Absicherung von bestehenden Regenbogenfamilien, z.B. bei Trennungs- oder Todesfällen. In Fällen von krasser Diskriminierung haben LGBT kaum eine Möglichkeit dagegen rechtlich vorzugehen. Die fehlende statische Erfassung von und Gesetzgebung zu homophober und transphober Gewalt behindert ein wirksameres Vorgehen dagegen. Transmenschen sind bei der Anpassung ihres Geschlechts und ihres Namens vor dem Gesetzgeber völlig unnötigen und belastenden Hürden ausgesetzt. Die fehlende rechtliche Absicherung und Anerkennung von LGBT begünstigt ein Klima der Ausgrenzung in der Gesellschaft und kann mit der erschreckend hohen Suizidgefährdung bei LGBT-Jugendlichen in Verbindung gesetzt werden.

Aus all diesen Gründen fordern die translesbischwulen Gruppen der einzelnen Parteien ein rasches und entschlossenes Handeln der Politik. Gemeinsam unterstützen sie alle Bestrebungen zur Beseitigung der genannten Missstände aktiv, beispielsweise die Parlamentarische Initiative „Ehe für alle“. Umgekehrt gilt es geeint gegen drohende Rückschläge bei der Gleichstellung aufzutreten. Eine Annahme der in der CVP-Initiative „Für Ehe und Familie“ enthaltenen Ehedefinition wäre etwa eine Katastrophe, die die Gleichstellung in unserem Land für eine lange Zeit blockieren würde.

Zum diesjährigen IDAHOT haben Pink Cross und weitere Organisationen zudem die Botschaften in Bern aufgefordert, ihre Solidarität zu zeigen und eine Regenbogenfahne aufzuhängen. Gemäss aktuellen Informationen haben sich bisher die Niederländische und die Kanadische Botschaft mit Aktion solidarisch gezeigt.

>idahot2015.ch

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