Die Nächstenliebe des Bischofs Büchel

Die sexuelle Neigung einer Person sei weniger wichtig für deren Wohl als der verantwortungsvolle Umgang mit Sexualität.

Markus Büchel, Bischof von St. Gallen reagiert auf die “Gräuel”-Äusserungen seines Kollegen Vitus Huonder mit einem Brief an alle Mitarbeitenden in der Seelsorge seines Bistums – und gibt sich versöhnlich.

Bischofskonferenz.
Markus Büchel

Für die Förderung des Wohls sei “weniger die hetero- oder homosexuelle Neigung entscheidend als vielmehr der verantwortungsvolle Umgang mit Sexualität”, schreibt Bischof Büchel weiter. Und dazu gehöre Achtsamkeit, Sorgsamkeit, Respekt und Treue. Zudem stehe in der Botschaft Jesu die Nächstenliebe im Vordergrund – und diese Nächstenliebe sei auch der Schlüssel zur Interpretation von Bibelstellen.

Markus Büchel – er ist auch Vorsitzender der Schweizer Bischofskonferenz – stellt in seinem Brief klar fest, dass die sexuelle Orientierung mit heutigem Wissen nicht frei gewählt werden kann. Auch müsse die Kirche sich der historischen Lasen im Umgang mit Homosexualität bewusst stellen und “eine neue menschen- und sachgerechte Sprache finde”.

Rückblende in den März dieses Jahres: Die Bischofskonferenz teilte mit, dass die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare “nicht möglich” sei. Bischof Büchel erklärte damals, dass bei der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften die Gefahr bestehe, sie mit der Ehe zu verwechseln. Darum dürfe man nur den einzelnen homosexuellen Menschen, nicht aber deren Partnerschaft segnen.

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