Homophobe «Familienkonferenz» in Frankfurt an der Goethe-Universität

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Vom 13. bis 15. April soll an der Frankfurter Goethe-Universität eine Tagung mit dem harmlosen Namen «Familienkonflikte gewaltfrei austragen» stattfinden. Mit dem Thema Homosexualität haben allerdings die Organisierenden einen eigenartigen Umgang.

Organisiert wird die Tagung in Frankfurt von einer «AG Familienkonflikt». Hinter diesem Namen verbergen sich:

  • der ehemaliger Professor Dr. Gerhard Amendt, der sich mehrfach als Gegner der Ehe für alle aufgespielt hat und als Autor für das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft die Position vertritt, dass Homosexualität «heilbar» sei
  • und Tom Todd, Vorsitzender des «Agens e.V.». Dieser Verein gilt als Akteur der antifeministischen Männerrechtsbewegung im deutschsprachigen Raum und warnt vor der «Ausbreitung der Homosexualität».

Öffentlich gemacht hat die Veranstaltung das Nachrichtenportal «Merkurist». Seitdem steht nicht nur die Veranstaltung, sondern auch die Goethe-Universität in der Kritik. Auf ihrer Website nimmt die Uni Stellung: «Im Sinne der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit versteht sich die Goethe-Universität als Ort, an dem kontroverse Themen und polarisierende Positionen offen geäussert werden können». Die Goethe-Universität biete «Raum für einen offenen Diskurs» und stehe «für die Werte einer offenen, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft» ein.

Die Rechtfertigung der Uni wirkt gegen Aussagen auf der Website des «Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft» wie ein Hohn: Da steht beispielsweise, dass «Menschen, die ihre homosexuelle Neigung als nicht stimmig für sie erleben» ein «Recht auf therapeutische und seelsorgerliche Begleitung» hätten.

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Die Erklärung des Weltärztebundes ist unmissverständlich: «Homosexualität ist keine Erkrankung und bedarf deshalb keinerlei Heilung. Direkte und indirekte Diskriminierung und Stigmatisierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung sind allerdings häufige Ursachen für negative psychische und physische Erkrankungen». Sogenannte Konversionstherapien sind nicht nur unwirksam, sie können sich sogar negativ auf die Gesundheit auswirken.

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