Loslassen und die Suche nach mir selbst

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Was hörte ich am Mittag im Radio?

Den Song, den mein Ex-Freund und mich Jahre lang begleitet hat. Den Song, der mich immer wieder an unsere gemeinsame Zeit als Paar denken liess. In den Jahren nach der Trennung hatte ich immer die gleichen Bilder vor den Augen, als ich diesen Song hörte. Immer musste ich den Radio, wenn es irgendwie ging, ausschalten, wenn dieser Song erklang.

Ich konnte mich gedanklich und seelisch nur schwer von unserer Beziehung loslösen. Ja, auch wenn ich mich von ihm trennte, nach 8 Jahren Beziehung. Meine erste grosse Liebe – ganz hetero. Bis die Zeit kam in der ich fühlte, dass er mir nicht mehr das geben konnte, nach dem ich mich sehne: eine Frau zu lieben, zu begehren!

So begannen einige Jahre des Suchens nach mir selbst, des mir immer wieder neu Begegnens. Besonders auch in den Fragen: inwiefern finde ich Männer sexuell noch anziehend? Wo hört das Interesse an Männern / am männlichen Körper auf? Fühle ich lesbisch? Fühle ich bisexuell? Muss ich mich überhaupt in eine Schublade der sexuellen Orientierung stecken? Nur eines wusste ich sehr schnell: Ich fühle mich nicht mehr nur von Männern angezogen. Heute habe ich meine Antwort gefunden: Ich bin eine lesbische Rollstuhlfahrerin. Die körperliche Behinderung und das lesbisch sein, sind zwar ein Teil von mir, aber ich bin reichlich vielfältiger!
RICHTIGE ‘STERNSCHNUPPEN’-POWER EBEN!!

Nie kam in mir der Gedanke auf: Nein, jetzt zur körperlichen Beeinträchtigung auch noch das!

Es fühlte sich gut an, den Song im Radio zu hören, ohne ein bedrückendes Gefühl. Nein, es war ein Gefühl von Erleichterung. Ich habe ganz losgelassen.

Jetzt wünsche ich euch einen schönen Silvester und kommt gut ins 2018.
Bis im neuen Jahr. Ich freue mich darauf!

Eure Sternschnuppe

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