BASEL TIGGT ANDERSCH…

… auch in Bezug auf die LGBTIQ+ Community.

Manchmal hat man das Gefühl sie döst so vor sich hin unsere schöne Stadt am Rheinknie. Fernab vom Mainstream oder von der Schweizer ‚Szene‘. Der Basler an sich aber ist extrem weltoffen, Multikulti gibt’s hier seit eh und je, und das ohne grössere Probleme. Basel tickt rot/grün, die bürgerliche Seite versucht seit Jahren erfolglos Fuss zu fassen, nicht mal Blocher’s Kauf der BaZ ändert da was dran. Abgestimmt wird tendenziell so wie in der Romandie.

Und wie sieht das aus in Bezug auf die LGBTIQ+ Community?

Es gibt sie, keine Frage, in ihrer ganzen Vielfältigkeit. Nur blieb sie lange Zeit weitgehend unsichtbar, oder unbeachtet. Sie blieb es, bis vor etwa 2 Jahren. Damals, am 17.5.16 hing am Basler Rathaus die Regenbogenfahne zum IDAHOT. Basel war und ist die einzige Stadt der Schweiz die das je gemacht hat, leider blieb es bei dabei. Aber, für mich war das wie eine Initialzündung. Es entstand ein Basler Transtreff, politisch wurde eine Motion lanciert betreffend ‚Die Gleichstellung von Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung‘ (mittlerweile zu einem Anzug {Postulat} gewandelt) in der es um eine Verbesserung der Stellung von LGBTI Menschen in der Gesellschaft geht und um den Beitritt von Basel zum Rainbow Cities Network (Behandlung des Anzugs ist pendent), Die Habs Basel hat sich einen neuen Namen gegeben und heisst jetzt Habs Queer Basel (und wird damit der Vielfalt in der Community absolut gerecht, was allerdings nicht überall auf Gegenliebe stösst, wohl mangels Verständnis des Wortes queer), der BTT (Basel Trans Treff) ist in die Habs Queer Basel integriert, nur um einige Beispiele zu erwähnen.

Selbstverständlich gab und gibt es Events und Einrichtungen rund um die Community, so die älteste Telefonberatung bei der Habs (seit 1974 und mittlerweile auch für die LGBT Community {mir fehlt da noch das I}),  das queere Filmfestival Luststreifen, den Jugendtreff Anyway, die Zisch Bar als Treffpunkt für die Community (jeweils Dienstags 18-01 Uhr, auch wenn als lesbisch-schwule Bar bezeichnet, dennoch offen für alle).

Wie sehr das Bewusstsein für die LGBTI Community gestiegen ist zeigt auch die Fasnacht 2018. Als Beispiel sei da die Guggemusig Schrumpfkepf genannt, die als ihr Sujet Pride Basel gewählt hat (ja es gab auch noch andere Cliquen mir ähnlichen Sujets), siehe Bilder.

                 

Basel entwickelt sich, aber Basel braucht mehr! Basel braucht eine Pride, Basel braucht den Regenbogen, und der Regenbogen braucht Basel. Die Regenbogenfahne gehört an jedem 17. Mai ans Rathaus. Basel muss Flagge zeigen!

Seit ein paar Monaten gibt es Menschen die sich genau das vorgenommen haben, die Community stärken, eine Pride nach Basel holen, die Gesellschaft sensibilisieren. Es braucht Unterstützung, Mitarbeit und Ideen liebe Basler, aus allen Ecken der Community. Kein Versteckspiel mehr, packen wir es an!

Alleine sind wir vielleicht stark, aber zusammen sind wir unschlagbar!

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